Erinnern und neu gestalten: Kirche zu Hohenstein setzt Zeichen

Erinnern und neu gestalten: Kirche zu Hohenstein setzt Zeichen

Erinnern und neu gestalten: Kirche zu Hohenstein setzt Zeichen

# Hohenstein

Erinnern und neu gestalten: Kirche zu Hohenstein setzt Zeichen

Wer in Hohenstein auf das Gelände der Kirchengemeinde fährt, reibt sich neuerdings vielleicht verwirrt die Augen. Tatsächlich blickt der Besucher direkt auf einen originalen Grenzstein der DDR mit entsprechender Aufschrift. In der Mitte symbolisiert ein geöffneter Kranz aus Maschendraht die geöffnete Mauer. Anlässlich von Mauerfall und deutscher Wiedervereinigung hat der ehemalige Hohensteiner Pastor Jürgen Eggert seinerzeit zwei Eichen gepflanzt.

„Ich wollte verhindern, dass die in Zukunft einfach gefällt werden könnten“, so Eggert, der jetzt beide Bäume mit einem Denkmal versehen hat. Vor der zweiten Eiche hat er einen großen Findling aus Farve mit der Gravur „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland“ aufgestellt. Für Jürgen Eggert, der in der DDR zweimal unrechtmäßig inhaftiert war, ist es ein Herzensanliegen.

Die Kirchengemeinde verbindet damit zeitgleich historische Erinnerung mit Zukunftsinvestitionen, denn nebenan ist in der Kirche erstmals eine Videoausrüstung installiert worden. Hiermit werden die Predigten künftig aufgezeichnet und auf dem eigenen YouTube-Kanal „Kirche in Hansühn und Hohenstein“ zum Nachsehen zur Verfügung gestellt.

Pastor Patrick Pulsfort dazu: „Wir wollen noch stärker dort präsent sein, wo unsere Gemeindeglieder einen Großteil ihrer Freizeit verbringen – im Internet. Viele Menschen machen heute dort ihre ersten Schritte zum christlichen Glauben. Wenn die Menschen irgendwann persönlich bei uns ankommen, ist es umso schöner. Ich denke, wir senken dadurch die Hemmschwelle. Das Internet ist der Markplatz von heute. Gut, wenn wir dort unsere Verkündigung platzieren.“

Auch Hans-Jürgen Eckmann aus dem Kirchengemeinderat ist überzeugt. Er habe sich in die Smartphone-Angelegenheiten zwar erst reinarbeiten müssen, aber das sei lohnenswert, so Eckmann, der seit über drei Jahrzehnten Mitglied im Kirchengemeinderat ist.

© KG Hohenstein

Pastor i.R. Jürgen Eggert vor dem Denkmal der Deutschen Einheit

© KG Hohenstein

Die Kanzel von 1685 im Fokus

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Luftbild der Kirche zu Hohenstein

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